Erkunden Sie die Tierwelt von Brijuni

Inselfauna

Die Fauna des Nationalparks Brijuni ist äußerst reich, sowohl an der Anzahl der Individuen als auch an verschiedenen Arten. Veliki Brijun ist ein Lebensraum mit einer Fläche von 561 Hektar, was durch ein spezifisches Mikroklima vielen indigenen (häuslichen) und allochthone (eingeführten) Tierarten das Leben ermöglicht. Die Vielfältigkeit der Ökosysteme trägt zu diesem Reichtum bei - Wald, Macchia, Grasland und Binnenwässer sind Brennpunkte der Biodiversität, in denen Sie zahlreichen Arten von wirbellosen und Wirbeltieren begegnen.
Äußerst reiche Fauna

Tiere in freier Natur

Hasen, Hirsche, Mufflons

In der Inselgruppe wurde ein Hase aufgefunden (Lepus europaeus sp.) und zwischen 1902 und 1908 wurden der Axishirsch (Axis axis), der Hamhirsch (Dama dama), die Mufflons (Ovis musimon) eingetragen und ihre Nachkommen sich heute die Verschönerung von den Wäldern, Parks und Lichtungen von Brijuni ebenso wie ein Teil der Identität von Brijuni und des vollständigen Besuchererlebnisses

Autochthone Vogelwelt

Die autochthone Vogelwelt ist relativ gut vertreten. Einige kleinere Inseln sind außergewöhnlich gute Lebensräume, in denen auch Möwen und Seeschwalben, sowie auch seltengewordene Arten der Krähenscharbe nisten. Brijuni ist ein sehr wichtiger saisonaler Wohnsitz von nördlichen Vogelpopulationen, und am interessantesten ist die Lokalität Saline. Es ist ein außergewöhnlich feuchtes Gebiet mit drei versumpften Seen von etwa 8 Hektar, die eingezäunt sind, um ein Vogelschutzgebiet zu schaffen. Der große See ist mit Schilf überwachsen und bietet gute Nistbedingungen für den Drosselrohrsänger, die Wasserralle, das Blässhuhn, den Zwergtaucher und die Wildenten.

Unterwasserwelt

Im Schlamm und im flachen Wasser finden die Vögel, Insekte, Moskitolarven und Gambusen, kleine Fische, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Malaria auf der Insel anfangs des Jahrhunderts spielten. In diesem eingehegten Raum können sich Bodengewächse und niedrige Pflanzen ungestört entwickeln, weil es hier keine Einflüsse vom Wild gibt, so dass dieses Biotop für verschiedene Grasmückenartige, Nachtigallen, Drosseln, Weidenlaubsänger und andere Singvögel ideal ist.

In den Baumkronen der Kiefern bauen Sperber, Habichte und Bussarde ihr Nest. Von den anderen Raubvögeln sind regelmäßig die Rohrweihe und die Kornweihe zu sehen.

Zugvögel

Mit dem Ausklang des Sommers und im Herbst kommen verschiedene sich auf der Durchreise befindende Vogelarten in die Saline, die ihren Weg dann weiter gen Süden fortsetzen.

Bereits im August sieht man Schnatterenten, Pfeifenten sowie Löffelreiher, Tauchreiher, Spießenten und Knäkenten.

Von den Reihern kann man den kleinen Seidenreiher, den Fischreiher, den Purpurreiher, den Rallenreiher und den Nachtreiher antreffen.

Die Anwesenheit von großen Seidenreihern, schwarzen Klapperstörchen und Rohrdommeln weist darauf hin, dass dieses Habitat auch für seltene und gefährdete Vogelarten bedeutungsvoll ist, da sie hier neben Ruhe auch genügend Nahrung finden.

Exotische Tiere

Safari-Park

Am nördlichen Rand von Veliki Brijun erstrecht sich ein einzigartiger Safari-Park in der Größe von 9 ha, das von einer unüblichen Kombination der autochthonen Istrischen und der exotischen Südamerikanischen, Afrikanischen und Asiatischen Fauna belebt wird. Der indische Elefant Lanka, Lamas – südamerikanische Kamele, die nach einer indianischen Legende während der frühesten Epoche der menschlichen Existenz gezähmt wurden, Zebras, Indiens heilige Kühe und Sträuße sind die sympathischen Bewohner der Safari-Parks.

Exotische Tiere

Auf der linken Seite des Eintritts in den Safari-Park spazieren Lamas, südamerikanische Kamele, die sich von den Kamelen wie wir sie kennen durch einen kleineren Körper und einem verhältnismäßig großen, sehr kompakten Kopf mit einer spitzen Schnauze, großen Augen und schlanken Beinen, mit stärker gespaltenen Hufen unterscheiden.   Die Lamas haben keinen Höcker, und ihr Haar ist lang und wollig. Sie leben in den Hochebenen des Gebirgszugs Kordilleren bis in einer Höhe von 4500 m.

Den Lamas wird Gesellschaft von der Steppen- und Bergzebra geleistet, die als Geschenk aus Guinea 1960 und 1961 von dem ehemaligen guineischen Präsidenten Sékou Touré kamen. In der Natur bewohnen Zebras die Gebirgsregionen Süd- und Ostafrikas. Das Zebu oder Buckelrind (Bos indicus) ist ein Geschenk des indischen Staatsmannes und Politiker Nehru und se besiedelte Brijuni im Jahr 1959. Dieses kleine, heilige Rind ist in Wirklichkeit eine Zwergart Indiens heiliger Kühe und es hat alle Charakteristiken einer Rinden, außer seiner viel kleineren Größe und seines geringeren Gewichtes.

Elefantin Lanka

Wir kommen zur Elefantin Lanka die nach Brijuni als Geschenk der Indischen Premierministerin Indira Gandhi im Jahr 1972 kam. Diese Elefantin ist im Safari-Park sehr beliebt. In der Natur leben Elefanten in den Urwäldern Indiens, auf Sri Lanka, Borneo und Sumatra. Die Bullen können bis zu 6 Tonnen schwer werden, und sind somit auch die größten Landsäugetiere auf der Erde. Trotz seiner Größe hat der Elefant einen leisen und leichten Gang, da seine flachen Füße ein elastisches Bindegewebspolster besitzen, wie ein Kissen. Mit seinem Rüssel kann er fühlen, riechen, atmen, und bei Bedarf auch trompeten. Er benötigt täglich mindestens 80 kg pflanzlicher Nahrung, und zieht durch den Rüssel 6-10 Liter Wasser mit einem Sog ein, so dass er sogar bis zu 200 Liter Wasser auf einmal trinkt.

Autochthone Tiere

Ethnopark

Der Ethnopark befindet sich im Rahmen des Safari-Parks, und präsentiert den istrischen Bauernhof, insbesondere autochthone Tierarten. Istrische Rind - (Boškarin), Istrische Schafe (Istrische Pramenka), Esel und Ziegen.

Er ist dafür vorgesehen, diesen einheimischen Tieren Istriens hier einen Platz zum Leben zu verschaffen und sie bekannt zu machen, so dass er auch Einrichtungen enthält, die den Lebensbedingungen dieser Haustiere angemessen sind, und es handelt sich um istrische offene Unterstände (eine überdachte Fläche mit Futterstelle).

Istrisches Rind (Boškarin)

Ist das istrische Rind ein „Urrind“?

Über die Herkunft des Boškarins gibt es zahlreiche Überlegungen. Einige neigen dazu, ihn in die Gattung des Niederungsviehs zu stecken, das mit den römischen Legionen in den ersten Jahrhunderten nach Christi nach Istrien kam. Bekannt ist ebenfalls, dass die von Attila im Jahr 452 geführten Horden, das Niederungsvieh in unsere Gegend brachten. Andere wiederum behaupten, aufgrund von über 10.000 Jahre alten Überresten von Wildrindern aus den istrischen Höhlen, dass das istrische Rind ein direkter Nachkomme des wilden Auerochsen sein könnte.

Istrisches Schaf

Das istrische Schaf entstand aufgrund des mediterranen Schafes, das in der Vergangenheit von den Istriern  eingeführt wurde. Wahrscheinlich war bei der Entstehung dieser Gattung auch das Schaf der istrischen Rasse „Pramenka“ beteiligt. Es gibt einen großstämmigeren Typ des istrischen Schafs (Südistrien), und einen kleineren Typ tip ( Gebiet um Labin und Ostistrien).

Trotz der unterschiedlichen Theorien bezüglich des Entstehens dieser Rasse, steht fest, dass sich auf diesem geografisch isolierten Gebiet ein ausgesprochen großwüchsiges Milchschaf entwickelt hat.

Vogelreservat

Saline

In einer tiefen südlichen Bucht der Insel Veliki Brijun befindet sich hinter der Landzunge Gromače das Vogelreservat Saline. Es erstreckt sich auf einer Fläche von 7 ha auf der das Auge auf Sumpfgewächse und drei Teiche fällt. Im Rahmen des größten Teichs, dessen Umrisse und Geheimnisse  durch Schilf verdeckt werden, gibt es eine kleine Insel mit einem Strohhäuschen, in dem sich Josip Broz Tito oft zurückzuziehen pflegte, um dem Vogelgezwitscher zu lauschen.

Vogelreservat

Dieses Vogelreservat entstand auf den Überresten einer mittelalterlichen Meersaline zur Salzherstellung, die ursprünglich eine antike Saline war, deren Spuren  auch heute noch an der Meeresküste sichtbar sind. Die Bedeutung  und Wichtigkeit dieser Saline geht aus alten Schriften hervor, in denen es heißt, dass der Ertrag aus dem Verkauf des Salzes von Brijuni eine „außerordentliche Einnahmequelle der Venezianischen Republik ist“, oder aber, wenn Sie eine Saline eröffnen wollen, dann müssen Sie „die Saline der Inzulae Brionorum besuchen, die seit Jahrhunderten exzellent arbeitet“. Im Jahr 1960 wurde das Gebiet der Saline aufgrund Bodenverbesserungsarbeiten aufgeschüttet und es bildeten sich zwei Teiche, zu denen sich im Jahr 1973 ein dritter gesellte. Von da an erhielt der See und die Umgebung ihre endgültige funktionelle Landschaftsform, und dieses Gebiet wurde zu einem Platz für heimische und Zugvögel, bzw. zu einem ornithologischen Park.

Ornithologischer Park

Heute bietet der ornithologische Park Brijuni ein phantastisches Bild und eine Idylle des Vogelgesangs  aber auch ein Zusammenleben für die unterschiedlichsten Vogelarten, die auf den Teichen schwimmen oder sich in der mediterranen Macchia  und den Sumpfgewächsen verdeckt halten. Dieses auch für Istrien seltene und außergewöhnliche Gebiet kann man, außer während

der Brutzeit (April und Mai), bei einem Spaziergang um den kleinen Teich, oder aus der Vogelperspektive von einigen alleinstehenden oder in Baumkronen errichteten Hochständen genießen. Außer der Bekanntschaft mit den lebhaften Geschöpfen, ermöglicht der ornithologische Park Brijuni es nur wenigen Glücklichen, sich dem Vogelgesang in der Strohhüte hinzugeben.

Die außerordentlich reiche Fauna des Brijunischen Archipels verblüfft auch die anspruchsvollsten Naturliebhaber.
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