Gradina (Burgruine)

Die aus der Bronzezeit stammende Siedlung auf einer Anhöhe, die durch Schutzmauern umgeben ist, mit einem Eingang und einer Nekropolis, befindet sich nördlich von der Bucht Verige auf dem gleichnamigen Hügel. Die strategisch gut zu verteidigende hochgelegene Lokalität war mit drei Gürteln konzentrischer, der Konfiguration des Hügels angepasster Schutzmauern umgeben. Die mittlere Ebene umfasste eine Fläche von 80 x 90 m, während der Durchmesser der größten Schutzmauer etwa 300 m betrug. Die Schutzmauern waren als Trockenmauern errichtet, mit großen Steinblöcken, während die Zwischenräume von innen und außen mit kleineren Steinen ausgefüllt wurden.

Von größter Wichtigkeit waren die Eingänge, die mehrmals angebaut wurden und dadurch die Form eines Labyrinths erhielten. Der westliche, sogen. Gnirs-Eingang, ist zu Beginn über drei Meter breit, und verengt sich in der Endphase bis zu einem Meter, um dadurch ein mögliches Eindringen von Feinden zu verlangsamen und zu erschweren. An den Mauern des Schutzwalls wurden zahlreiche bogenförmige Öffnungen mit Kieselsteinen vorgefunden, die zur Verteidigung dienten, sei  es zum Bewerfen der Feinde oder als Munition für Steinschleudern.

Unter den wenigen, für diese Zeit charakterischen Bronzefunden, wäre eine Speerspitze erwähnenswert, die bei irgendeinem Kampf in der Nähe des Gnirs-Eingangs abgebrochen ist, sowie ein als Grabbeigabe gefundener Dolch.

Die Bewohner der Burg beerdigten ihre Verstorbenen unter Steinanhäufungen in einem Sarg aus Steinplatten. Derartige Gräber mit beigesetzten Skeletten in einer gekrümmten Stellung, wurden auf den umliegenden Hügeln gefunden: Ciprovac, Antunovac und Rankun. In der Periode des mittleren Bronzezeitalters (14. Jh. v. Chr.), zu der auch die Nekropolis auf der Burg gehört, wurden die Grabstätten neben dem Befestigungswall angesiedelt, und außer vereinzelten Beisetzungen im Steinsarg, treten errichtete Familiengräber zum Vorschein.